Ermittlung und Festsetzung von Überschwemmungsgebieten
Hochwasser der Tiroler Achen am 12.08.2002
Die Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass es wichtig ist, aktiv vorzusorgen, um Hochwasserschäden zu minimieren. Eine Voraussetzung dafür ist, die Gebiete zu ermitteln, die bei Hochwasser überschwemmt werden. Bei der Ermittlung von Überschwemmungsgebieten wird ein Hochwasserereignis zugrunde gelegt, das statistisch mindestens einmal in hundert Jahren (HQ100) erreicht oder überschritten wird.
Das damalige bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz hat 1996 das landesweite Projekt „Ermittlung und Festsetzung von Überschwemmungsgebieten“ initiiert. Im Rahmen dieses Projekts werden von den Wasserwirtschaftsbehörden die Grundlagen für die Festsetzung von Überschwemmungsgebieten nach einheitlichen Methoden erarbeitet. Im Einzelnen werden
- die Gewässer und ihre Talräume beflogen, um ein digitales Geländemodell für den Talraum zu erstellen,
- die Gewässer vermessen,
- die hydraulischen Berechnungen für das Bemessungshochwasser (HQ100) durchgeführt und
- die sich daraus ergebenden Überschwemmungsgebiete in Karten dargestellt.
Auf der Basis dieser Unterlagen setzen die sachlich und örtlich zuständigen Kreisverwaltungsbehörden die Überschwemmungsgebiete durch Rechtsverordnung fest.
Ermittlung / Vorläufige Sicherung / Festsetzung von Überschwemmungsgebieten
Das Wasserwirtschaftsamt Traunstein stellt detaillierte Informationen zur Ermittlung / Vorläufigen Sicherung und Festsetzung von Überschwemmungsgebieten zur Verfügung. Diese können über "Links zu den Unterlagen" aufgerufen werden.
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