"Wasserwanzen" - Heteroptera
"Wasserwanzen" ist kein systematischer Begriff innerhalb der Biologie. Mit dieser Bezeichnung werden vielmehr eine Anzahl von Wanzenfamilien zusammen gefasst, die sich an das Leben im Wasser angepasst haben.
Gruppe der Wasserwanzen
| Wasserwanzen |
Plea leachi
(Zwergrückenschwimmer)
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- Der Zwergrückenschwimmer ist ein sehr kleiner, auffallend hochgewölbte Wanze. Diese Wanzen erreichen eine Größe von 2 bis 3 mm.
- Ihren Lebensraum finden die Tiere in kleineren, stehenden Gewässern. Dort findet man sie gesellig zwischen Wasserpflanzen und an der Unterseite von Schwimmblättern. In Mitteleuropa sind diese Wanzen wohl überall verbreitet.
- Obwohl die schwach behaarten Hinterbeine keine typischen Ruderbeine sind, schwimmt die Wanze recht flink mit dem Rücken nach oben.
- Seinen Luftvorrat holt sich das Tier an der Wasseroberfläche und hält ihn im Haarfilz am Bauch und unter den gewölbten Vorderflügeln fest.
- Der Zwergrückenschwimmer ernährt sich von kleinen Wassertieren, z.B. Wasserflöhen.
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Gerris sp.
(Wasserläufer)
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- Die Wasserläufer leben vorzugsweise auf der Oberfläche stehender oder langsam fließender Gewässer. Unter Ausnutzung der Oberflächenspannung gleiten sie ruckartig dahin, wobei ihre Beine gleich Auslegern nahezu in ihrer gesamten Länge die Wasseroberfläche berühren.
- Die Nahrung dieser Wanzen besteht aus lebenden und toten Insekten, die auf die Oberfläche gefallen sind.
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Ilyocoris cimicoide
(Schwimmwanzenlarve)
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- Die Schwimmwanze findet man in pflanzenreichen und strömungsberuhigten Gewässern sehr häufig.
- Als Nahrung dienen dem erwachsenen Tier Wassertier aller Art bis hin zur Größe von Jungfischen. Dabei wird die Beute mit den muskelstarken Vorderbeinen erdolcht und an den Rüssel heran gebracht.
- Auch für den Menschen ist dieser Stich sehr schmerzhaft, da mit ihm das Sekret von Giftdrüsen in die Wunde einfließt.
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Sigara sp.
(Wasserzikade)
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- Die zu der Familie der Ruderwanzen gehörenden Wasserzikaden findet man häufig in pflanzenreichen Stillgewässern oder an der Uferbereichen von Flüssen, meist über sandigem Grund.
- Im Gegensatz zu allen anderen Wasserwanzen ernähren sich die Ruderwanzen nicht räuberisch. Auch die Wasserzikaden schaufeln am Gewässergrund Algen, aber auch pflanzliche und tierische Abfälle mit ihren Vorderbeinen herbei und saugen diese mit dem sehr kurzen Rüssel aus.
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Nepa cinerea
(Wasserskorpion)
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- Nepa cinerea gehört wie die Stabwanze zur Familie der Skorpionswanzen.
- Diese Wanze besitzt einen flachen und ziemlich breiten Körperbau. Die Vorderbeine sind zu Fangbeinen umgewandelt. Am Hinterende besitzt dieses Tier ein ca. 1 cm langes Atemrohr (auf den Bildern nicht vorhanden).
- Am häufigsten findet man diese Tiere in flachen Kleingewässern; im Winter besiedeln sie auch die Stillwasserbereich von Fließgewässern.
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