Steinfliegen - Plecoptera
Die Steinfliegen sind in Europa mit ca. 400 Arten vertreten. Ihre Larven sind alle aquatisch und zeigen eine deutliche Bevorzugung der Fließgewässer, speziell für deren kühltemperierte Oberläufe.
Die Entwicklung der Steinfliegen verläuft hemimetabol, d.h. dass die Larven von Häutung zu Häutung eine allmähliche Veränderung bis hin zum erwachsenen Tier durchlaufen.
Die Larven der Steinfliegenfamilien Perlodidae und Perlidae sind Räuber und erbeuten hauptsächlich Insektenlarven. Die übrigen Arten ernähren sich vorwiegend von Detritus, Algenaufwuchs der Steine und modernden Blatt- und Holzteilen.
Gruppe der Steinfliegen
| Steinfliegen |
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Nemoura sp.
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- Die Arten der Gattung Nemoura ernähren sich vorwiegend von Grün- und Kieselalgen sowie den verschiedensten weichen oder angefaulten Pflanzenresten.
- An Größe erreichen die Tiere ca. 1 cm.
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Brachyptera risi
(Kurzflügel Uferfliege)
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- Düstere, braune Steinfliegenlarve von ganz charakteristischer Körperform. Die Fühler werden bogenförmig nach hinten geschlagen und die borstenlosen Anhänge sind sehr lang. Die Flügelscheiden stehen winkelig vom Körper ab. Diese Steinfliegenart besitzt eine helle Zeichnung auf dem dunklen Rücken; unterseits fällt sie wesentlich heller aus. Die Tiere erreichen eine Größe von 7 bis 10 mm.
- Ihren bevorzugten Lebensraum finden die Tiere auf Steinen an stark strömenden Stellen von Tiefland- und Mittelgebirgsbächen.
- Auf organische Verschmutzung reagiert die Larve empfindlich. Deshalb wurde sie in die Güteklasse I (unbelastet bis sehr gering belastet) eingestuft.
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Dinocras sp.
(Großköpfige Steinfliege)
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- Im Saprobiensystem wurde die Großköpfige Steinfliege als Indikator für gering belastete Gewässer (Güteklasse I-II) eingestuft.
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Leuctra sp.
(Nadel Steinfliege)
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- Leuctralarven fallen durch ihren langgestreckten, sehr schlanken, gleichmäßig gelblichen bis hellbraun gefärbten Körper auf. Die enganliegenden Flügelscheiden sind parallel zu Körperachse ausgerichtet; am Außenrand sind sie fast gerade. Die Größe beträgt je nach Art 5 bis 12 mm.
- Als Lebensraum besiedeln die Leuctraarten vor allem sandig-kiesige Stellen ruhig fließender Bach- und Flussunterläufe. Oberhalb 1000 m kommen diese Steinfliegen nicht vor.
- Im Saprobiensystem wurde die "Nadel Steinfliege" als Indikator für gering belastetes Wasser (Güteklasse I-II) eingestuft.
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Amphinemura sp.
(Vielkiemige Uferfliege)
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- Kleine Steinfliegenlarve mit dunklem, stark behaartem Körper. Am "Hals" entspringen zwei Tracheenkiemenbüschel, die aus je 5 bis 10 Fäden bestehen. Diese Larven erreichen eine Größe von bis zu 6 mm.
- Die Amphinemuraarten findet man häufig in steinigen bis sumpfig-moorigen Wald- und Wiesenbächen, die einen hohen Anteil an Detritus besitzen. Besonders in den Voralpen und den Mittelgebirgen sind die Arten dieser Gattung verbreitet.
- Außerdem besitzen sie eine geringe Toleranz gegenüber Verschmutzungen, so dass man die Tiere in die Güteklasse I-II (gering belastet) eingestuft hat.
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