Eintagsfliegen - Ephemeroptera
Trotz ihres Namens gehören die Eintagsfliegen keineswegs zu den Fliegen, sondern bilden eine selbständige Insektenordnung, zu der in Mitteleuropa ca. 80 Arten gehören. Charakteristisch für diese Ordnung sind die drei Schwanzanhänge; nur bei der Gattung Epeorus ist der mittlere Anhang sehr stark reduziert, so dass man ihn nicht mehr erkennt.
Die Entwicklung der Eintagsfliegen verläuft hemimetabol, d.h. dass die Larven von Häutung zu Häutung eine allmähliche Veränderung bis hin zum erwachsenen Tier durchlaufen.
Ausgewachsene Eintagsfliegen leben je nach Art nur wenige Stunden, meist 2 bis 3 Tage. Selten leben die erwachsenen Eintagsfliegen länger, und dann auch nur das Weibchen 2 bis 3 Wochen.
Gruppe der Eintagsfliegen
| Eintagsfliegen |
Baetis sp.
(Glashafte)
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- Die Larven dieser Gattung sind sehr verbreitet. Man findet sie hauptsächlich in den Fließgewässern, wobei sowohl langsam fließenden, pflanzenreichen, als auch die schnell fließenden, sauerstoffreichen und kühleren Gewässertypen besiedelt werden.
- Die Färbung ihres Hinterleibes kann von graugrün bis dunkelbraun bzw. schwarz reichen. Je nach Art treten spezielle Farbmuster am Hinterleib auf.
- Die Länge der Larven schwankt je nach Art zwischen 5 und 10 mm.
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Caenis sp.
(Wimperhafte)
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- Die Gattung Caenis besteht aus mehreren Arten, die sich durch das zweite, auf dem Rücken liegende und lappenartig vergrößerte Kiemenpaar auszeichnen.
- Alle Schwanzfäden sind beidseitig kurz beborstet. Die Augen sind seitwärts gerichtet, und der gelbbraune Körper ist nicht abgeflacht.
- Die Caenisarten leben meist am Boden und auf Wasserpflanzen stehender und fließender Gewässer. Dort ernährt sie sich hauptsächlich von Detritus.
- Die Larve verbringt etwa 1 Jahr im Wasser, bevor sie sich zum erwachsenen Tier häutet. Nach Paarung und Eiablage sterben die Tiere noch am selben Tag.
- Verschmutzungen können diese Tiere bis zu einem gewissen Grade vertragen. Deshalb stehen diese Tiere für mäßig belastetet Gewässer (Güteklasse II).
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Ecdyonurus sp.
(Aderhafte)
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- Die Larve dieser Gattung gehört zu den abgeflachten, sprich torrenticolen, Eintagsfliegen. Infolge ihres oft äußerst flachen Körpers --der Kopf ist stark plattenförmig dorsoventral abgeflacht; die Beine sitzen weit ab von der Mittelinie des Körpers und sind so gedreht, dass sie den Körper nicht abheben können-- findet man diese Larven vornehmlich in schnell fließenden Gewässern.
- Die Fortbewegung erfolgt bei diesen Tieren krabbenartig, d.h. sie kriechen unter ihren Wohnsteinen seitlich, wie auch vor und zurück.
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Habrophlebia lauta
(Fransen Eintagsfliege)
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- Kleine, rundliche Eintagsfliegenlarve mit insgesamt sechs Tracheenkiemenpaaren. Die Kiemen sind bei genauerer Betrachtung zweigeteilt und auffällig in mehrere Teile zerfranst.
- Die Schwanzanhänge der bräunlichen Eintagsfliegenlarve sind länger als der Körper.
- Die Larve lebt auf Steinen und Wasserpflanzen in Berg- und Gebirgsbächen, wo sie sich hauptsächlich von abgestorbenen Pflanzenteilen ernährt.
- Die Art schwimmt recht selten und ihre Fortbewegung wird als kriechend bezeichnet.
- Außerdem besitzen sie eine geringe Toleranz gegenüber Verschmutzungen, so dass die Tiere in die Güteklasse I-II (gering belastet) eingestuft wurden.
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Ephemera danica
(Dänische Eintagsfliege oder "Maifliege")
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- Diese große Eintagsfliegenlarve gehört mit ihrem runden Körper, den kurzen kräftigen Beinen und den großen sichelförmigen Mundwerkzeugen zu den sogenannten "Grabtypen".
- Der gelblichweiß bis gelb gefärbte Körper kann eine Größe von 2,5 Zentimeter erreichen.
- Man findet diese Eintagsfliegenlarve häufig im sandigen und schlammigen Uferbereich von Flüssen und Seen. Dort gräbt sie Gänge in den Boden des Gewässers, wo sie dann auch ihre Nahrung, Tier- und Pflanzenreste, findet.
- Diese Larve kann wenn man sie aufschreckt recht gut schwimmen. Dabei bewegt sie sich wellenartige vorwärts.
- Verschmutzungen können diese Tiere bis zu einem gewissen Grade vertragen. Deshalb stehen diese Tiere für mäßig belastete Gewässer (Güteklasse II).
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Oligoneuriella rhenana
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- Diese Eintagsfliegenlarve benötigt stark strömende Gewässer, und mit ihrem stark abgeflachen Körper ist sie auch sehr gut an diese Verhältnisse angepasst.
- Man findet die Larven meist unter überfluteten Steinen. Aufgrund ihres langen Eistadiums kann man die Larven erst Ende April/Anfang Mai beobachten. Die winzigen Tiere besitzen ein schnelles Wachstum, so dass schon im Juni halbwüchsige Exemplare gefangen werden können.
- Aufgrund seiner Vorliebe für strömende und saubere Gewässer wurde diese Art in die Güteklasse I-II (gering belastet) eingestuft.
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