Wasserwirtschaftsamt
Traunstein

Egel - Hirudinea

Die Egel (Hirundinae) gehören zu den Ringelwürmern (Annelida). Die Egel haben einen langgestreckten, runden Körper, der eine äußere Ringelung aufweist. Bei den Egeln entspricht diese Ringelung allerdings nicht einer inneren Aufteilung wie bei den anderen Ringelwürmern. Die bekanntesten Vertreter der Ringelwürmer sind wohl der Regenwurm und der Schlammröhrenwurm.

Das Wort "Egel" stammt übrigens von dem griechischen Wort echis = kleine Schlange. Manche vermuten sogar, daß die Schlange des Aeskulapstabes einen Egel darstellt.

Egel ernähren sich carnivor (von anderen Tiere) oder parasitisch von deren Körperflüssigkeit. Der wohl bekannteste parasitisch lebende Egel ist der "Medizinische Blutegel".

Gruppe der Egel
Egel
Glossiphonia complanata
(Großer Schneckenegel)

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  • Der Große Schneckenegel besitzt einen auffallend flachen und festen Körper. Deutliches Merkmal dieses Egel sind die drei hintereinander angeordneten Augenpaare und die 6 Längsreihen von gelblichen Warzen.
  • Seinen Lebensraum findet der Egel meist unter Steinen in stehenden und fließenden Gewässern aller Art.
  • Der Egel saugt vorwiegend an Wasserschnecken und gelegentlich auch an kleinen Muscheln oder weichhäutigen Wasserinsekten.
  • Im Saprobiensystem wurde der Große Schneckenegel in die Güteklasse II-III (kritisch belastet) eingestuft.
Erpobdellidae
(Schlundegel)

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  • Die Erpobdellidae besitzen keinen Kiefer, sondern nur einen langgestreckten, kräftigen Schlund mit drei zahnartigen Anhängen.
  • Alle Erpobdellidae sind Räuber und ernähren sich von z.T. beachtlich großen Beuteorganismen, die als Ganzes verschlungen werden. Als Nahrung dienen ihnen dazu kleine Weigborster, Zuckmückenlarven, Köcherfliegenlarven und sogar Erbsenmuscheln.
  • Die Erpobdellidae besitzen nur eine geringe Bedeutung als Fischnährtier. Vielmehr stehen sie laut aktuellen Untersuchungsergebnissen mit der Fischfauna in direkter Konkurrenz um Nahrung. Dieser Sachverhalt kann sich schließlich auf den Fischbestand und die gesamte Lebensgemeinschaft eines Gewässers auswirken.
Helobdella stagnalis
(Zweiäugiger Plattegel)

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  • Der Zweiäugige Plattegel ist ein sehr unscheinbarer Vertreter seiner Klasse, der sowohl in stehenden als auch fließenden Gewässern beheimatet ist. Dort findet man ihn oft im Wurzelwerk von Erlen und Weiden.
  • Als Nahrung für diesen Egel dienen aquatische Invertebraten (wirbellose Wassertiere), die sie dann aussaugen: Zuckmücken- und Eintagsfliegenlarven, Wenigborster, Flohkrebse und Asseln, Schnecken und Muscheln, usw.
  • Ihr zahlreiches Vorkommen in organisch verschmutzten Gewässern ist wahrscheinlich keine direkte Auswirkung dessen, sondern auf die Zunahme an Beute zurückzuführen. Deshalb wurde dieser Organismus als Indikator für Güteklasse III (stark verschmutzt) eingestuft.