Wasserwirtschaftsamt
Traunstein

Erläuterungen der Fachbegriffe

Info
Beschreibung
Breite Es ist die mittlere Breite (in km) errechnet worden als Quotient aus Fläche und Länge. Bei weit auseinandergezogenen Seengruppen sagt dieser Quotient wenig aus.
Länge Als Länge in Kilometern (km) wurde bei gestreckten Seen die Strecke zwischen den Extrempunkten, sonst die ausgeglichene Mittellinie zwischen den Längsufern angegeben. Die Endpunkte sind im allgemeinen durch den Hauptzulauf und den Ablauf bestimmt.
Maximale Tiefe In Metern (m) angegeben, bemisst sie sich aus der Wasserspiegelhöhe
Mittlere Tiefe Diese ist der Quotient aus Volumen und Wasserfläche. Häufig musste die mittlere Tiefe geschätzt werden; mit der Fläche multipliziert, ergibt sich dann das rechnerische Volumen.
Oberfläche Hier ist die Wasserfläche ohne Inselflächen angegeben, die sich auf den vorstehend genannten Wasserspiegel bezieht, bei Seengruppen ist es die Summe der Seenflächen - einschließlich von zugehörigen über 3 ha großen Einzelseen - ohne Rücksicht auf deren unterschiedliche Höhenlage.
Umfang Der Umfang (in km) ist die Länge der Seeuferlinie bei Mittelwasserstand. Die Uferlänge der Inseln wird nicht eingerechnet. Bei Seengruppen soll die Umfangslinie den Gesamtumriss eng umschließen, was bei auseinanderliegenden Seen nur noch ein ungefähres Maß erbringt. Gelegentlich wurden von Weihergruppen, die aus mehreren durch Zwischenräume getrennten Teilen bestehen, die Umfänge der Teile summiert.
Volumen Auch der Seeinhalt resultiert aus den Wasserspiegelangaben; er kann bei Speicherseen und bei Altwassern erheblich schwanken. Soweit die mittlere Tiefe nicht genau ermittelt werden konnte, ergibt sich eine entsprechende Ungenauigkeit auch beim Volumen.

Das Volumen der vom Landesamt für Wasserwirtschaft neu geloteten Seen wurde aus den planimetrierten Isohypsenflächen ermittelt. Wenn man sich die Tiefenschichten als trapezförmige Prismen und die Mulden und Kuppen im See als Pyramiden denkt, ist die Berechnung einfach. Aus dem Mittelwert zweier benachbarter Flächen in m2 ergibt sich bei Abständen von 1 m der Inhalt in m3. Nur bei sehr tiefen Seen ist mit größeren Schichtabständen zu rechnen und bei den obersten wie in den untersten Seelamellen werden im Regelfalle die Abstände mit einem kleineren Maß als 1 m zu berücksichtigen sein.

Wasserspiegel Der Wasserspiegel ist mit der Höhenlage über Normalnull angegeben. Es ist dies der mittlere Spiegel aus Beobachtungen oder Einmessungen. Bei bewirtschafteten Seen ist es der (sommerliche) Normalstau.

Die Höhenangaben beziehen sich, soweit vorhanden, auf das neue System der Landesaufnahme. Wenn die Wasserspiegelhöhe auf volle Meter lautet, so ist dies in der Regel nur bei künstlichen Seen mit fixierter Staukote genau. Bei den übrigen Seen kann der wirkliche, nicht genau bekannte mittlere Wasserspiegel, um einige Dezimeter vom angegebenen Wert abweichen.

Einzugsgebiet Das oberirdische Einzugsgebiet (Niederschlagsgebiet in km2) ist durch die oberirdische Wasserscheide (Grenzverlauf der Einzugsgebiete für das abfließende Wasser zweier oder mehrerer benachbarter Flusssysteme) begrenzt. Es schließt die Wasserfläche des Sees ein. Das eventuell davon abweichende wirkliche unterirdische Einzugsgebiet ist normalerweise nicht bekannt und wird nur bei einigen Seen angegeben.